Und heute ist auch schon der letzte Tag meiner 30 Days of Music. Wieder einmal ein Beweis dafür, wie schnell die Zeit vergeht, ist doch nun bereits 1/12 des Jahres 2011 wieder vergangen. Die Antwort auf die heutige Fragestellung fällt mir sehr leicht, auch wenn das vielleicht für fehlende Abwechslung in diesem Projekt sprechen könnte: Seit dem Zeitpunkt (irgendwann im Herbst 2004), als ich die “Adore” von den Smashing Pumpkins das erste Mal gehört habe, wußte ich, dass “To Sheila” für immer mein Lieblingslied sein würde. Und so war es vor einem Jahr und so ist es auch heute noch (siehe Day 1 meiner 30 Days of Music). Also, heißt es nun ein letztes Mal viel Spaß mit dem besten Lieder aller Zeiten (nun aber in einer genialen Rock-Live-Version) und einen herzlichen Dank an die zwei, drei Leser, die sich dieses musikalische Projekt auf meinem Blog angetan haben.
30 Days of Music: Day 29 – A song from your childhood 29. Januar 2011
Meine Kindheit. Sie liegt mittlerweile auch schon ein paar Tage zurück, je nachdem, in welchem Alter man nach Definition noch ein Kind ist. Ich zumindest versuche mir das innere Kind zu bewahren. Von daher liegt die Kindheit gefühlstechnisch doch noch nicht so weit in der Vergangenheit.
Wenn ich früher mal nicht auf dem Bolzplatz Fußball gespielt habe, zwischen Bäumen und Sträuchern herumgeklettert bin oder auf Kindergeburtstagen inkl. Topfschlagen und Stoppessen eingeladen war, habe ich viel Fernsehen geschaut. Verdammt viel. So werde ich auch bis in alle Zeiten die Titelmelodien meiner Lieblingszeichentrickserien mit meiner Kindheit verbinden. Auch heute kann ich sie von vorne bis hinten und von hinten bis vorne mitsingen. Ein Beispiel dafür ist wohl die Serie “Alfred J. Kwak”, die mich sowohl total fasziniert, als auch völlig verängstigt hat, waren doch die Figuren alle sehr gruselig gezeichnet (ok, bis auf Alfred vielleicht) und die Serie war stets in sehr dunklen Farben gehalten. Naja, hier noch einmal der Smash-Hit von Alfred J. Kwak. (Ich fand das Intro immer besser, als das “Warum bin ich so fröhlich?” aus dem Outtro!)
30 Days of Music: Day 28 – A song that makes you feel guilty 28. Januar 2011
Die mit Abstand schwierigste Frage, ist doch Schuld eines der Gefühle, das ich normalerweise nicht beim Hören von Musik empfinde. Ich versuche diese Frage aber natürlich trotzdem zu beantworten.
Spontan fällt mir da der Soundtrack zum Film “Into the Wild” ein. In diesem Film steigt der Protagonist aus der Gesellschaft aus und möchte ein naturverbundenes, zurückgezogenes Leben irgendwo in der amerikanisches Wildnis leben. Manchmal fühle ich mich schon schuldig, mir selbst gegenüber, dass man sich in die Fängen unserer alles zerquetschendes, leistungsorientierten Gesellschaft begeben hat und einfach die kleinen Dinge, wie die Natur beispielsweise, nicht mehr zu schätzen weiß. In diesen Moment fühle ich mich auch der Natur gegenüber schuldig (oh Mann, das ist ganz schön konstruiert…). Symbolisch steht dafür der Soundtrack des Films von Eddie Vedder. Exemplarisch wähle ich nun den Song “Society”, der (so glaube ich jedenfalls) in etwa das musikalisch ausdrückt, was ich gerade zu beschreiben versucht habe.
30 Days of Music: Day 27 – A song that you wish you could (play on an instrument) 27. Januar 2011
Wie bereits schon im gestrigen Eintrag leicht angedeutet, bin ich ein riesiger Fan des Klaviers. Leider werde ich bis auf ein paar Akkorde wohl niemals in der Lage sein die Taste schwingen zu lassen. Von daher bin ich auch immer von Musikern begeistert, die Klavier spielen und gleichzeitig Singen können. Diese Art des Multitaskings wird mir ebenfalls bis in die Ewigkeit verwehrt bleiben.
Daher werde ich auch immer hellhörig, wenn eine meiner Mitbewohnerinnen Klavier spielt. Gottseidank hat sie genau so ein Faible wie ich für Yann Tiersens Amelie-Soundtrack und daher ist es nicht selten, dass Lieder wie “Comptine d’un autre été” durch unsere Wohnung erschallen. Wie gerne würde ich diesen Song auch spielen können. Ich habe ihn bereits mehrmals versucht auf Gitarre zu spielen, aber das ist einfach nicht dasselbe. Naja, dann gibt es hier noch einmal Yann Tiersen.
30 Days of Music: Day 26 – A song that you can play on an instrument 26. Januar 2011
Vor ca. sechs Jahren entschloß ich mich dazu ein Instrument zu lernen: Es sollte die Gitarre sein. Motivation für mich war, dass ich unbedingt meine Lieblingslieder meiner Lieblingsbands nachspielen wollte. Und am einfachsten geht dies wohl mit der Gitarre. Ich war auch dem Klavier niemals abgeneigt, jedoch war ich niemals in der Lage gewesen, Klaviernoten lesen zu lernen. In der Schulzeit hat mir das schon immer Kopfzerbrechen bereitet. Darum entschloß ich mich für die Gitarre, deren Akkorde sogar ich nach einiger Zeit beherrschte. Mittlerweile hab ich mich glaub ich zumindest soweit verbessert, dass ich mindestens vereinfachte Versionen von eigentlich jedem Song, den ich spielen möchte, erlernen kann. Genau dies zu können, habe ich mir damals, als ich angefangen habe, Gitarre zu spielen, gewünscht. Und jetzt kann ich es. Yeah.
Aus diesem Grunde kann ich diese Frage auch nicht wirklich beantworten. Aber ich entscheide mich, bevor ich mich in meinen Erklärungen verstricke und irgendwie als großkotziger Angeber rüberkomme, für einen meiner Lieblingssongs von Radiohead, der für ihre Verhältnisse relativ poppig ist und mit seinen Akkorden auch relativ einfach nachspielbar ist: Karma Police. Viel Späßken.
30 Days of Music: Day 25 – A song that makes you laugh 25. Januar 2011
Von der gestrigen, traurigen Aufgabenstellung nun zu etwas Erquicklichem: Einen lustigen Song auszusuchen fällt mir relativ leicht, gibt es für mich doch eigentlich nur einen einzigen Interpreten, der mich wirklich richtig zum lachen bringen kann: Helge Schneider. Es herrscht sowieso auf diesem Blog etwas Mangelware an Einträgen, in denen Helge eine Rolle spielt. Daher ist es nun wirklich höchste Zeit, dass die singende Herrentorte aus dem Ruhrgebiet seinen eigenen Eintrag erhält.
Naja, was soll man noch Großartiges über Helge schreiben? Ich denke alles ist über in gesagt worden in den letzten zwei Jahrzehnten. Und die Tatsache, dass Helge in seiner selbst gewählten Nische in der deutschen Medien- und Musiklandschaft immer noch zu Hause ist, zeigt, dass er alles richtig gemacht haben muss. Kein anderer Comedian, Musiker oder Medienmensch hat mich so in meiner Entwicklung beeinflußt, wie Helge es vermochte. Auch heute muss ich beinahe täglich einen seiner lustigen Sprüche aus seinen Liedern, Büchern, Hörspielen, Filmen, etc. zitieren. Danke für alles, Helge! In diesem Sinne gibt es an dieser Stelle meinen absoluten Lieblings-Videoclip von Helge Schneider: “Es gibt Reis, Baby!”
30 Days of Music: Day 24 – A song that you want to play at your funeral 24. Januar 2011
Eine sehr traurige Frage, fühlt es sich doch nicht so gut an, sich mit seinem eigenen Dahinscheiden zu beschäftigen. Ich werde diesen Post kurz halten. Da es ein Lied sein muss, mit dem man mich und ich mich selbst perfekt identifizieren kann, muss es etwas von den Smashing Pumpkins sein. Ich entscheide mich für “For Martha” ein Klavier-Fuzz-Gitarren-Epos über den Tod von Billy Corgans Mutter. Klar, schrieb er den Song für seine Mutter, so dass er eigentlich nur auf einer einzigen Beerdigung gespielt werden durfte (auf der seiner Mutter), dennoch enthält er so grandios formulierte, generelle Aussagen über die menschliche Sterblichkeit, dass ich mich für keinen anderen Song entscheiden kann.
30 Days of Music: Day 23 – A song that you want to play at your wedding 23. Januar 2011
Die mit Abstand dusseligste Frage dieser 30 Days of Music. Da der Zeitpunkt meiner Hochzeit sicherlich noch ein wenig entfernt liegt und ich dann, falls der unwahrscheinliche Fall dann doch einmal eintreten wird, heiraten werde, werde sicherlich nicht nur ich alleine, sondern auch mein mir angetrautes Weib Mitspracherecht auf den Hochzeitssong haben. Zumal ich davon ausgehe, dass jedes gute Paar einen gemeinsamen Song hat, mit dem es ihre Liebe für immer verbindet. Und dieser Song wird sich für mich und meine Ehefrau in spe dann in naher oder ferner Zukunft noch ergeben. Soviel dazu.
Gut. Natürlich muss ich auch diese Frage beantworten. Vor nicht allzu langer Zeit schaute ich den hervorragenden Film “Die Frau des Zeitreisenden” (nach einer nicht minder hervorragenden Buchvorlage). Auch in diesem Film wird geheiratet. Und die beiden Protagonisten suchen sich gemeinsam einen Song aus, der in seiner Grundaussage sicherlich eigentlich eher nicht für eine Hochzeit gedacht ist: “Love Will Tear Us Apart”. Die Version dieses Joy Division-Klassikers (ein Cover von Broken Social Scene) ist jedoch extrem herzerwärmend und perfekt zum Schwofen auf einem Hochzeitsbankett. Und auch die Melancholie, die ja bei mir eh gegenwärtig ist, kommt nicht zu kurz. Daher hier einmal die angesprochene Filmszene:
30 Days of Music: Day 22 – A song that you listen to when you’re sad 22. Januar 2011
Ui, jetzt wird es wieder schwierig. Ein Lied, dass ich höre, wenn ich traurig bin. Wow, diese Liste ist schier unendlich, ist es doch für einen Künstler weitaus einfacher einen traurigen, als einen fröhlichen Song zu schreiben. Aus diesem Grund gibt es wohl mehr traurige, als fröhliche Lieder. Aber gut. Natürlich könnte ich nun wieder etwas von den Smashing Pumpkins nehmen, auch R.E.M. haben eigentlich nur traurige oder zumindest melancholische Songs geschrieben. Aber ich werde nun einen meiner absoluten All-Time-Favorites auswählen, der gleichzeitig auch von einer noch nicht genannten Lieblingsband meinerseits stammt: Der Song heißt “We Never Change” und stammt aus der Feder von Coldplay. Er ist vom ersten Album “Parachutes” aus dem Jahre 2000 und ist noch weiter entfernt von den stadiontauglichen Hymnen der modernen Coldplay. Doch gerade diese herzzerreißende Akustikgitarre mit der zurückhaltenden Melodie und der Lagerfeueratmosphäre ist Balsam für eine traurige Seele. Ich hoffe noch immer, dass Colplay “We Never Change” irgendwann einmal live spielen, am liebsten in einem kleinen Club in meiner Anwesenheit. Naja, mal schauen.
30 Days of Music: Day 21 – A song that you listen to when you’re happy 21. Januar 2011
Ja, auch zwischen der ganzen traurigen und depressiven Musik, die ich bisher aufgelistet habe und auch sonst gerne höre, finden sich immer wieder auch ein paar sonnenklare, schöne Mitsinglieder, die nichts als gute Laune verbreiten. Ein Interpret, der für mich genau dies ausdrückt (ok, einen Schuß Melancholie und Wehmut findet man wohl auch in seinen Songs) ist Zach Condon, der mit seinem Folkprojekt Beirut den typisch westlichen Amerikana-Sound und eine wunderschön klischeehafte osteuropäischen Polka-Atmosphäre vereint. Bereits nach dem ersten Hören hat es mir sein Song “Mount Wroclai” angetan, dessen Akkordeon eins der besten der gesamten Musikgeschichte ist (für mich zumindest). Beim Hören des Liedes wird man in die Weiten von Transylvanien oder in die gebirgige Landschaft des Urals verschleppt und eine kühle Sommerbrise breitet sich über dem Kopf des Hörers aus. Warum kann nicht jede Musik so locker und beschwingt dahertänzeln?