Cash Car Star – Music, Movies 'n' More

It all depends on how you look at it; we're either half way to heaven or half way to hell.

Album: Melissa Auf der Maur – Out of Our Minds 31. März 2010

Einsortiert unter: Alben — Lardt @ 12:38 nachmittags

Alleine der Name ist bereits Musik in den Ohren: Auf der Maur. Was sich nach einem lustigen, kleinen Kinderlied über eine Wanze anhört, ist in Wahrheit eine kanadische Rockmusikerin, die bereits in Bands wie den Smashing Pumpkins oder Hole gespielt hat und nun ihr zweites Album auf den Markt bringt. Ihr Musikstil ist sehr Oldschool-90s und trotzdem nicht altmodisch.
Glücklicherweise stieß ich im Internet auf einen Link, mit dessen Hilfe ich das Album bereits vor dem Releasedate hören konnte. Und dies habe ich bereits ausgiebig getan. Und was ich dort gehört habe, war wirkllich klasse. Sehr melodielastige Lieder mit teils düsteren, teils einschmiegsamen Melodieführungen und einer wunderschön retro Gitarrenarbeit. Das Album ist ein Konzeptalbum – das einzige, was ich auf diversen Seiten, die das Thema des Albums beschreiben, herauslesen konnte, war jedoch, dass sich “Out of Our Minds” irgendwie mit Geschichten um Wikinger beschäftigt. Auch wenn dies einigermaßen verrückt klingt, ist die Musik wie bereits gesagt weit weg von irgendeinem Viking-Metal.
Zu meinen Favorites gehören der hervorragende, ohrwurmverheißende Titeltrack, das knarrzende “Isis Speaks” und das brütende, fast schon westernmäßige “Father’s Grave”. Nicht nur diese Songs spielten sich in meinem Gehörgang in einer schlaflosen Nacht, als ich mich stundenlang von links nach rechts wälzte, vor zwei Tagen ununterbrochen ab. Melissa Auf der Maurs Stimme hatte sich tief in meine Gehirnwindungen gesungen. Klar, das war spätestens gegen 4:34 Uhr nervig, spricht aber doch für die einprägsamen Melodien des Albums. Kurz: Trotz eins, zwei kleinerer Filler ein sehr, sehr gelungenes zweites Album!

Erscheinungsdatum: 02.04.2010
Anspieltipps: Out of Our Minds, Isis Speaks, Meet me on the Dark Side
Hörproben: http://www.myspace.com/xmadmx
Bewertung: 8,5/10

 

“It’s the End of the World as we know it…” 29. März 2010

Einsortiert unter: Songs,Sonstige — Lardt @ 5:52 nachmittags

Ich hoffe, dass jeder seinen Frieden mit sich und der Welt gemacht hat, denn morgen ist es soweit: Der Weltuntergang steht bevor. Trotz zahlreicher Dementis wird die Erde am morgigen Dienstag beim Protonenexperiment am Atomforschungszentrum in der Schweiz ihr Ende finden, schreibt zumindest die Bild-Zeitung und sagen einige andere selbsternannte Experten. Naja, Vorkehrungen zu treffen wäre sowieso sinnlos, da die entstehenden Schwarzen Löcher alles verschlucken würden. Daher sollte man sich seinem Schicksal gleich ergeben.

Ein Gutes hätte der Weltuntergang ja… So wird der FC Schalke 04 definitiv auch dieses Jahr nicht deutscher Meister.

 

Movie: Agora – Die Säulen des Himmels 23. März 2010

Einsortiert unter: Archäologie,Filme — Lardt @ 12:15 nachmittags

Inhalt: Wir schreiben das Jahr 391 n.Chr. Alexandria in Ägypten ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Glaubensrichtungen. Das sich im Untergang befindende römische Weltreich hat alle Hände voll damit zu tun die Glaubenskriege in der Provinz Ägypten im Zaum zu halten: Die Christen kämpfen dort gegen den altehrwürdigen römisch-ägyptischen Glauben. Und mittendrin befindet sich die Wissenschaftlerin Hypathia von Alexandria, die der Religion gänzlich abgeschworen hat. Sie beschäftigt sich mit der Frage: Dreht sich die Erde um die Sonne oder ist es doch andersherum? Doch schon bald überschneiden sich die Interessen der römischen Besatzer, der christlichen Hardliner und der Wissenschaftlerin Hypathia.

Bewertung: Meinem Bildungsauftrag nachkommend habe ich mir nun den neuen Film des spanischen Regisseurs Alejandro Amenábar angesehen. Als Fan von seinem atmosphärischen Geisterfilm “The Others” und Student der Ägyptolohttp://www.moviepilot.de/files/images/0222/2112/Agora_scene_01_article.jpggie blieb mir auch eigentlich nichts anderes übrig. Und kurz zusammengefasst: Ich bin nicht enttäuscht worden.
Das, was dem Zuschauer bereits nach wenigen Minuten auffällt, sind die unglaublich grandiosen Kulissen. Amenábar hat das spatrömische Ägypten wirklich neu zum Leben erweckt: Vom namensgebenden Marktplatz, über eine Bibliothek bis zu einem alten Tempel sind die Gebäude und Straßen absolut originalgetreu nachgestellt. Und auch die schauspielerische Darstellung der Darsteller sind hervorzuheben – allen voran natürlich Rachel Weisz, die ihr schauspielerisches Können bereits im großartigen “The Fountain” unter Beweis gestellt hat.
Doch das beinahe wichtigste bei einem Historienfilm ist natürlich die historische Korrektheit: Über die historische Person der Hypathia von Alexandria ist nicht bekannt, ob sie eine Atheistin, wie im Film war und auch einige Jahreszahlen stimme nicht mit den historischen Daten überein (Bischof Synesius starb z.B. in Wirklichkeit im Jahr 413 n.Chr., zwei Jahre vor Hypathias Tod. Im Film überlebt er sie jedoch). Doch im großen und ganzen sind solche Änderungen, solange sie im Sinne der Dramaturgie geschehen, durchaus im Rahmen und vertretbar.
Alles in allem ist “Agora” eine sehr gut visualisierte Geschichtsstunde für den geneigten Ägyptologie- und Archäologieinteressierten. Der Film ist durchaus spannend und die Handlung wird nicht langweilig. Ob dies ein Archäologie-Laie oder ein “Geschichte ist doch total langweilg!”-Finder genauso sehen würde, kann man durchaus in Frage stellen.

Agora (Spanien, 2010)
Regie: Alejandro Amenábar; Cast: Rachel Weisz, Max Minghella, Oscar Isaac
IMDb-Eintrag: http://www.imdb.com/title/tt1186830
Bewertung: 8/10

 

Fußball: Borussia Dortmund – Bayer 04 Leverkusen 21. März 2010

Einsortiert unter: Fußball,Veranstaltungen — Lardt @ 11:57 vormittags

Vorspiel: Nach zwei Siegen in Serie und zwei wirklich annehmbaren fußballerischen Leistungen musste die Borussia gestern gegen den bisher nur einmal geschlagenen Tabellendritten ran. Nuri Sahin, einer der Stützpfeiler dieser Saison, fehlte gelbgesperrt und auch einige andere Spieler gingen angeschlagen ins Spiel. Nichtsdestotrotz war ein Sieg beinahe schon Pflicht, wollte man auch weiterhin auf einem Europa League-Platz stehen. Aber auch für Leverkusen waren drei Punkte von Nöten, da man sich immer weiter von der Tabellenspitze entfernt hatte.

Spiel: Dr. Jekhttp://www.welt.de/multimedia/archive/1256323681000/00940/Barrios_DW_Sport_Le_940763g.jpgyll und Mr. Hyde -  eine viktorianische Schauergeschichte im Jahre 2010, und das mitten im Ruhrpott. Was waren das für zwei unterschiedliche Halbzeiten? Die ersten 45 Minuten waren erschreckend schwach aus schwarzgelber Sicht: Nur ein Torschuß und 45 Minuten Dauerdruck mitsamt zahlreicher guter Torgelegenheiten der Leverkusener. Gottseidank traf Derdiyok kurz vor der Halbzeit nur den Außenpfosten. Und gottseidank fand Jürgen Klopp in der Halbzeitpause die richtigen Worte. Denn das Blatt wendete sich: Nun waren die Leverkusener die Mannschaft, die hinten in der eigenen Spielhälfte unter Dauerdruck das Tor zu verteidigen hatte. Und der BVB war gestern eindeutig kaltschnäuziger: Barrios erzielt wie aus dem Nichts das 1:0 und nur wenige Minuten später (wie es sich für einen Panther gehört) wetzte er noch einmal seine Klauen und schlug zum 2:0 zu. Leverkusen war geschockt und lag wie ein angeschlagener Boxer am Boden. Bayer konnte sich keine wirklichen Chancen mehr erspielen; allenfalls ein schöner Schuß aus 20 Metern vom eingewechselten Kroos wußte etwas Gefahr auszustrahlen. Dann aber, kurz vor Schluß, konnte der ebenfalls eingewechselte Rangelov mit dem 3:0 den Entstand herstellen. Der BVB hat gelernt keine 1:0-Siege mehr ins Ziel zu zittern, sondern durch weitere Tore jegliche Fragen nach einer Niederlage im Keim zu ersticken.

Besondere Vorkommnisse: Die unverhofften Tore ließen das Stadion kochen. Eine Stimmung wie ich sie seit Monaten, wenn nicht sogar seit Jahren nicht mehr erlebt habe. Sami Hyppiä ist the “Human Wall” – zumindest wenn er nicht Barrios als Gegenspieler hat. Und achja, endlich gab es mal wieder die hoch verdiente Bierdusche nach dem 2:0. Mann, wie habe ich sie vermisst.

Fazit: 1.Halbzeit: BVB schlecht, Bayer super + 2.Halbzeit: BVB super, Bayer schlecht = 3:0 für Borussia. Unglaublich, aber wahr. Eine Dramaturgie, wie sie ein viktorianischer Geschichtenerzähler nicht besser hätte schreiben können.

Tore: 9/10 (1:0 Barrios (50.), 2:0 Barrios (60.), 3:0 Rangelov (87.) – Lucas Barrios ist einfach ein Phänomen)
Atmosphäre: 9/10 (in der ersten Halbzeit mau; in der zweiten Halbzeit ein absoluter Hexenkessel)
Bratwurst: 7/10 (an einigen Stellen noch recht weiß, aber dafür mit lecker Ketchup)
Gesamteindruck: 9/10

 

Songs: Meine bisherigen Favorites im Jahr 2010 14. März 2010

Einsortiert unter: Songs — Lardt @ 12:39 nachmittags

Das Jahr 2010 ist noch keine drei Monate alt und schon hat sich einiges an guter Musik angehäuft. Dieses kleine Ranking listet meine bisherigen 5 Lieblingssongs aus dem neuen Jahrzehnt auf. Eine Mischung aus Newcomern, Alteingesessenen und auch einem bereits verstorbenen Künstler. Wer wissen will, wie das geht, liest einfach weiter. Viel Spaß beim Hören!

Platz 5: Get Well Soon – Werner Herzog Gets Shot

Düsterer, experimenteller Indie-Rock ist momentan ja nicht wirklich etwas besonderes. Wenn er jedoch nicht aus Sheffield, London oder New York kommt, sondern aus Oberschwaben, dann schon. “Werner Herzog Gets Shot” ist ein cooler, zurückhaltender Song, der sich erst nach einigen Hördurchgängen im Ohr festsetzt, dann aber dort auch ausharrt.

Platz 4: Johnny Cash – Ain’t No Grave

Johnny Cash ist zwar bereits seit beinahe sieben Jahren tot, aber jetzt wurde erst der letzte Teil seines “American Recordings”-Projektes veröffentlicht. “Ain’t Not Grave” ist ein düsterer Country Folksong, der besonders von Cashs dunkler, fast schon gequälter Stimme und vom geisterhaften Banjo im Refrain getragen wird. Einfach klasse!

Platz 3: Smashing Pumpkins – A Stich In Time

Bei der schieren Menge an Pumpkins-related Artikeln auf meinem Blog, könnte man meinen, ich hätte einen Werbevertrag mit Billy Corgan abgeschloßen. Dem ist aber nicht so: Seine Musik ist einfach sehr gut. So auch “A Stitch in Time”: Eine Akustikgitarre, ein paar Synthieeffekte und eine Sitar machen aus einem kleinen Akustiksong einen psychedlischen Gassenhauer.

Platz 2: Broken Bells – The High Road


DER Ohrwurm schlechthin im bisherigen Jahresverlauf. Die beiden Haudegen Danger Mouse (bekannt durch die Band “Gnarls Barkley”) und James Mercer (Frontmann einer meiner Lieblingsbands, “The Shins”) haben einen absolut perfekten Popsong geschrieben, der leider viel zu selten im Radio läuft. Ich habe ihn bisher zumindest noch nie gehört. Schade.

Platz 1: Holly Miranda – Waves

Der bisher coolste Song des Jahres kommt von einer jungen Nachwuchs-Indiekünstlerin aus New York. Brütender, düsterer Sound gepaart mit einer hoffnungsvollen und ins Ohr gehenden Melodie. Wieso können sich nicht alle Indiekünstler sowie Holly Miranda einfach nur auf ihre Musik konzentrieren, anstatt sich nur um Klamotten, Style und Coolness zu kümmern?

 

TV: Live bei “Unser Star für Oslo” – Mein Erfahrungsbericht 10. März 2010

Einsortiert unter: TV,Veranstaltungen — Lardt @ 12:40 nachmittags

Am gestrigen Dienstagabend fand das Halbfinale  von “Unser Star für Oslo” statt. Der Inhalt dieser Sendung sollte eigentlich bekannt sein: Der Sieger wird Deutschland beim Eurovision Songcontest bzw. Grand Prix in Oslo dieses Jahr vertreten. Und für genau diese Sendung haben ich und zwei weitere “USFO”-Fans Karten bekommen. Aus diesem Grund wird sich dieser Blogeintrag nicht sehr auf den Verlauf und die Geschehnisse um die verbliebenen Kandidaten kümmern, sondern eher um den Ablauf und das Drumherum der Sendung.http://www.tv-kult.com/bilder/events/gross/user-star-fuer-oslo.jpg

Nach einer ca. anderthalb stündigen Anfahrt nach Köln-Mülheim kamen wir um Punkt 18 Uhr im Studio an. Das Eingangsfoyer war auch schon recht angefüllt. Schnell wurden die Karten abgeholt und alle Habseligkeiten bis auf das Portemonnaie musstne in der Garderobe abgegeben werden; so auch Schlüssel und selbstverständlich Handys.
Dann begann das große Warten: In der nun zum Zerbersten angefüllten Eingangshalle stand nun eine Stunde Wartezeit an bis es plötzlich hieß: “Als erstes kommen die Zuschauer mit den gelben Karten in das Studio, dann die mit der roten und zum Schluß die mit der blauen Eintrittskarte.” Zum Glück hatten wir eine rote Karte und kamen, sobald die Tore geöffnet waren, mit den meisten anderen Rote-Karten-Besitzern schnell durch die Sicherheitskontrolle.
Und dann betraten wir das natürlich in natura unglaublich winzige Studio und uns wurde der Sitzplatz zugeteilt. Wie es der Zufall wollte, wurden wir in die dritte Reihe von unten gesetzt und waren regelmäßig im Hintergrund im TV zu sehen, wenn die Juroren Stefan Raab, Barbara Schöneberger und Jan Delay ihre Wertungen abgaben. Ein weiterer Beweis dafür, dass bei vorderen Plätzen in Fernsehstudios nicht nach Schönheit ausgesucht wird.

Nachdem einige musikalische Auftritte aus TV Total auf einem großen Bildschirm gezeigt wurden, begann auch schon das WarmUp, bei dem der Warmuper natürlich einige Personen aus dem Publikum ansprach und durch die peinliche Berührung des Auserwählten einige Lacher gewinnen wollte. Das funktionierte so lala. Glücklicherweise stand ein paar Minuten später dann endlich Stefan Raab auf der Bühne, der nur den Mund zu öffnen brauchte und so das Publikum zum Toben brachte. Er ist halt nach wie vor einer der letzten großen Moderatoren und Entertainer im deutschen Fernsehen.

Dann um 20.13 Uhr hieß es: “Gleich geht es los! Rasten sie bei jeder Kleinigkeit aus und vergessen Sie das Klatschen nicht.” Jep, das Klatschen konnte man auch kaum vergessen, war dies doch die häufigste Tätigkeit unsererseits am gestrigen Abend, so dass unsere Hände bei fortschreitender Zeit immer weiter glüten und schmerzten.
Ihttp://www.augsburger-allgemeine.de/cms_media/module_bi/2187/1093668_1_mittel_Raab_Oslo.jpgn den Werbepausen durfte man sich die Füße vertreten und es wurden Einspieler aus dem Casting für “USFO” gezeigt, so dass die Zeit immer recht schnell vorüberging.
Auch bei Stefan Raab schien die Anspannung je näher die Entscheidung rückte, wer weiter kommen sollte und wer nicht, anzusteigen: Er wälzte sich in seinen Sessel herum, rutschte nervös mit den Füßen über dem Boden und vergrub sein Gesicht oftmals in seinen Händen. Diese Castingshow und vorallendingen ihre Emotionen sind echt, das kann ich nun definitiv sagen.

Schade, dass mein Favorit Christian Durstewitz nicht weiterkam, aber auch alle anderen Kandidaten brachten herausragende Leistungen, die ich bisher so noch nicht in einer Castingshow gesehen habe. Der Sound im Studio war fantastisch und das Bühnenbild erinnerte mich an die Lichtershows bei Konzerten von Coldplay und U2 und war ebenfalls grandios.
Alles in allem war es eine sehr interessante Erfahrung bei “USFO” und es hat sich mehr als gelohnt. Aber es ist nunmal so: Alles, was Raab anfasst, hat Hand und Fuß. Schade, dass dies die meisten Fernsehzuschauer nicht genauso sehen: ca. 2,3 Mio Zuschauer bei “USFO” und beinahe das dreifache bei einem Vergleichsformat auf RTL. Schon traurig, scheinbar ist Qualität im deutschen Fernsehen nicht mehr gefragt.

 

Fußball: Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach 7. März 2010

Einsortiert unter: Fußball,Veranstaltungen — Lardt @ 5:34 nachmittags

Vorspiel : Das Borussenduell. Nicht so elektrisierend wie ein Derby, aber trotzdem immer ein schönes nettes Spielchen mit dem nötigen Hauch Rivalität. Und so auch amhttp://www.faz.net/m/%7B14F20CD4-428E-432C-A123-4D595304A847%7DPicture.jpg gestrigen Samstag. Das Westfalenstadion war nahezu ausverkauft und die Vorzeichen ließen auch Gutes erwarten: Gladbach stabil mit guten Leistungen auf dem 12. Rang, der BVB nach vier Niederlagen in fünf Spielen zum Siegen verdammt.
Die Ankunft am Stadion mit dem Sonderzug erfolgte relativ reibungslos mit 15 Minuten Verspätung. Wenigstens waren die Sitze im Zug recht bequem.

Spiel: Nach einer recht zähen Anfangsphase erzielte der Dortmunder Junge Kevin Großkreutz nach 13 Minuten das 1:0. Danach folgte die restliche Halbzeit ein relativ großes Geplänkel mit Feldvorteilen für die Borussia aus Dortmund, ohne jedoch bis auf einen schönen Schuß von Schmelzer großartig zu überzeugen.
Dann zu Beginn der zweiten Halbzeit legte Dortmund einen schwungvollen Start hin und erzielte folgerichtig in der 54. Minute durch einen fulminanten Weitschuß des Ägypters Mohamed Zidan die verdiente 2:0-Führung gegen die harmlosen Gäste vom Niederrhein. Gladbach war bemüht Anschluß zu finden, fand jedoch kein Mittel der stabilen Dortmunder Abwehr um Subotic und den Hummels-Ersatz Santana gefährlich zu werden. Nach einigen guten Chancen durch Barrios erzielte Zidan den Endstand zum 3:0 nach wunderschöner Vorarbeit per No-Look-Pass durch den argentinischen Panther und avancierte so zum Matchwinner.

Besondere Vorkommnisse: Die Rückfahrt vom Stadion gestaltete sich überraschend reibungslos: Schnelles und einfaches Verlassen der Tribüne, sofortige Ankunft des Sonderzuges, das Gequetsche hielt sich noch im Rahmen und eine pünktliche Ankunft am Hammer Bahnhof kam noch dazu. Leider ist unsere Rückfahrt nur in einem von zehn Fällen so streßfrei.

Fazit: Eine gute, wenn auch nicht überragende Leistung reicht dem BVB zum auch in der Höhe verdienten 3:0 Sieg. Daher hat sich die Fahrt ins Westfalenstadion bei wieder einmal eisigen -5 Grad gelohnt.

Tore: 8,5/10 (1:0 Großkreutz (13.), 2:0 Zidan (54.), 3:0 Zidan (70.) – souveräne, aber auch herausragende Tore bekamen wir zu sehen)
Atmosphäre: 8/10 (war ganz in Ordnung. Lustige “Ihr könnt nach Hause fahren”-Gesänge mit wedelnden Taschentüchern)
Catering: 8/10 (lecker Paderborner, schön süffig im Mund; diesmal jedoch keine Bratwurst)
Gesamteindruck: 8/10

 

Movie: Alice im Wunderland 5. März 2010

Einsortiert unter: Filme — Lardt @ 4:11 nachmittags

Inhalt: Die mittlerweile 19-jährige Alice kehrt zurück ins Wunderland, nachdem ihr der schleimige Hamish Ascott auf einer Gartenparty einen Heiratsantrag gemacht hat. Dort trifft sie auhttp://www.bscreview.com/wp-content/gallery/mia-in-alice-in-wonderland/alice-in-wonderland-wonderland-mia.jpgf all die Charaktere, die sie bei ihrer ersten Reise als Kind getroffen hat, jedoch alle als Traum abgetan hat.
Es hat sich einiges verändert im Wunderland: Die böse rote Königin unterjocht das Volk und es steht ein Krieg gegen ihre Schwester, die weiße Königin bevor. Alice scheint die einzige zu sein, die die rote Königin stoppen kann.

Bewertung:
Wie in meiner Liste der meisterwartetsten Filme 2010 bereits angekündigt, war “Alice im Wunderland” der Film, auf den ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut habe. Und wie ist es sooft mit unglaublich hohen Erwartungen? Sie werden enttäuscht, weil es quasi unmöglich ist, sie zu erfüllen. Und um es kurz zu fassen: “Alice” hat mich enttäuscht, es lag jedoch eindeutig nicht an den zu hohen Erwartungen.
Die phantastische Welt des Wunderlands erschaffen von Tim Burton mit seiner Gothic-Ästhetik ist super wie immer. Was ihm jedoch dieses Mal nicht so gut gelingt, wie beispielsweise in seinen Filmen “Big Fish” oder “Sleepy Hollow”, ist, diese Welt mit Leben zu füllen. Es wird viel geredet, viele lustige Hollywood-Zoten werden gerissen und alles ist kunterbunt. Jedoch denke ich ist bereits die Idee der Fortführung der klassischen Alice-Geschichte keine allzu gute. Einem Hardcore-Fan der Romanvorlage wie mir so etwas zu präsentieren ist natürlich recht schwierig, da man natürlich nicht wirklich offen für Neues ist. Aber bis auf die von Helena Bonham Carter hervorragend dargestellte rote Königin, dem wirklich gelungenen Märzhasen und die chillige Grinsekatze verhält sich beinahe keine Figur so wie im Roman. Allen voran der Hutmacher. Johnny Depp bietet eine ordentliche Leistung, aber der Hutmacher wird im Verlaufe des Films (die Teeparty am Anfang von Alice Reise im Wunderland ist nichtsdestotrotz grandios) von einem verrückten Freak zu einem kämpfenden Superhelden. Und das ist sicherlich nicht im Geiste von Lewis Carroll, an den sich Tim Burton wohl oder übel nun einmal anlehnen muss bei solch einer Verfilmung.
Auch die zahlreichen Hollywood-Klischees (lustig  sprechende Mäuse wie im neusten Disney-3D-”Tiere können sprechen”-Abenteuer oder eine völlig überzogene Schlacht als Film-”Highlight) machen “Alice im Wunderland” zu einem akzeptablen, aber mehr als durchschnittlichen Kinoerlebnis, dessen Potential zu keiner Zeit ausgeschöpft wird.

Alice in Wonderland (USA, 2010)
Regie: Tim Burton; Cast: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter
IMDb-Eintrag: http://www.imdb.com/title/tt1014759
Bewertung: 6,5/10

 

Album: Brand New – Daisy 1. März 2010

Einsortiert unter: Alben — Lardt @ 4:19 nachmittags

Nach einer längeren Pause, die auf eine Prüfung in Koptisch zurückzuführen ist, folgte nun endlich mal wieder eine kleine CD-Kritik. Und dieses Mal nehme ich mir ein Album vor, dass ich bereits seithttp://oktoberpromotion.com/files/shared/brand_new_daisy_sm_0.jpgmehreren Monaten besitze und mit dem ich bisher nicht besonders warm geworden bin. Dies ist sogar noch etwas untertrieben, da ich “Daisy” von Brand New als nahezu unhörbaren Lärm abgetan habe. Ich war wirklich enttäuscht vom vierten Album der Band aus New York, welche mit “The Devil and God are Raging Inside Me” eins meiner absoluten Lieblingsalben des letzten Jahrzehnt geschrieben haben.
Aber heute auf dem Rückweg von Münster nach Hamm nach meiner Koptischprüfung machte es auf einmal “Klick”! Der Lärm entfaltete sich in meinen Gehörgängen und wurde zu einem sorgsam gewebten Soundteppich. Und all der Krach und der Sturm machten auf einmal Sinn. Der Opener “Vice” ist ein einziger Lärmschwall der mich stark an “Milk it” von Nirvana erinnert, die erste Single “At the Bottom” ist typischer Brand New-Sound, der so auch auf dem Vorgängeralbum allgegenwärtig war. Aber auch die leiseren und langsameren Lieder gefallen mir nun endlich. “You Stole” ist der legitime Nachfolger meines Lieblings-Brand New-Song “You Won’t Know”  und das Instrumental “Be Gone” unterstreicht den bedrohlichen, düsteren Charakter des Albums. “Daisy” ist sowieso nicht das Album für die ersten Sonnenstrahlen an einem schönen Frühlingsmorgen. Es ist zu aggressiv, schwarz, aber auch viel zu verzweifelt; wie das ferne Geräusch einer Autobahn, wenn man sich im Wald verlaufen hat, dem Geräusch folgt und trotzdem nicht den Weg heraus findet.
Alles in allem ist “Daisy” ein grandioses Stück Musik geworden, welches vom Hörer einiges an Arbeit verlangt. Stellt man sich dieser, so wird man königlich entlohnt.

Erscheinungsdatum: 22.09.2009
Anspieltipps: At the Bottom, You Stole, Noro
Hörproben: http://www.myspace.com/brandnew
Bewertung: 9/10

 

 
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