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It all depends on how you look at it; we're either half way to heaven or half way to hell.

Archäologie: Die Top 5 der coolsten römischen Kaiser 14. Februar 2010

Einsortiert unter: Archäologie — Lardt @ 4:11 nachmittags

Heute gibt es mal etwas Außergewöhnliches: Ich habe bereits über gute CDs, Lieder, Filme und Konzerte geschrieben, aber ob man es glaubt oder nicht: Auch die Geschichte hält einige interessante und coole (ok, vielleicht auch ein wenig nerdige) Funfacts bereit. Heute zähle ich eine Liste der interessantesten römischen Kaiser auf. Viele von diesen Kaisern haben tausende von Menschen auf dem Gewissen und waren absolute Bösewichte. Aber trotzdem lässt sich einiges Interessantes über sie sagen., sowohl über die Badboys als auch über die netten Kaiser. Nun ab mit der archäologischen Achterbahnfahrt!

Platz 5: Hadrian (Kaiser von 117 – 138 n. Chr.)
Los geht es mit Kaiser Hadrian, dessen wahrscheinlich bekannteste Errungenschaft der Bau des http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/84/Head_Hadrianus_Glyptothek_Munich.jpgHadrianswalls in Nordengland ist. Diese Leistung wird aber durch einige andere Dinge beinahe in den Schatten gestellt: Zum einen bezeichnet man Hadrian als “Reisekaiser”, der sein Amt für zahlreiche Reisen quer durch Europa nutzte. Ob er auch in Cala Ratjada Halt machte, ist nicht belegt. Auch das sogennante Olympeion in Athen, welches seit über 600 Jahren im Bau war und unter ihm vollendet wurde und seine Villa Hadriana in Tivoli mit eigenem Stadion und Theater gehören zu seinen architektonischen Höchstleistungen. Hadrian war ein Mann von Welt: Er war riesiger Fan der griechischen Kultur. Hätte es damals schon Autos gegeben, hätte Hadrian sicher einen Heckaufkleber mit der Aufschrift “I ♥ Greece” gehabt.

Platz 4: Augustus (Kaiser von 27 v. Chr. – 14 n. Chr.)
Kaiser Ahttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/Augustus_Bevilacqua_Glyptothek_Munich_317.jpgugustus, der FC Bayern unter den römischen Kaisern. Er hat in seinem Leben so viel erreicht, wie kaum ein anderer: Er war der Begründer des römischen Kaisertums, hat der guten, alten Kleopatra im ptolemäischen Ägypten erfolgreich Kontra gegeben, begründete die sogenannte “Pax Augusta” (eine seine Regierungszeit andauernde Zeit des Friedens) und hat es geschafft in der Weihnachtsgeschichte vorzukommen. Und darauf kann er besonders stolz sein. Des Weiteren wurde für ihn die wahrscheinlich schönste und bekannteste römische Statue überhaupt geschaffen, den sogenannten “Augustus von Prima Porta”. Auch wenn die Statue in der Antike noch sehr schön bunt angemalt war, so strahlt sie auch heute noch die große Erhabenheit des ersten römischen Kaisers aus. Besonders der großartig ausgearbeitete Brustpanzer blendet den Betrachter mit schier unglaublicher Pracht; ein solches Bling Bling sieht man heute vielleicht nur noch in Form von goldenen Halskettchen bei Besuchern auf Bushido-Konzerten.

Platz 3: Elagabal (Kaiser von 218 – 222 n. Chr.)http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/83/Elagabalo_%28203_o_204-222_d.C%29_-_Musei_capitolini_-_Foto_Giovanni_Dall%27Orto_-_15-08-2000_.jpg
Auf Platz 3  kommt nun der Geheimfavorit in meiner Liste: Elagabal, ein recht unbekannter Kaiser. Zu seiner Regierungszeit hatte das römische Reich seine beste Zeit bereits hinter sich. Nichtsdestotrotz hat Elagabal eine sehr interessante Vita vorzuweisen: Bereits mit 14 Jahren, wo andere Teenager nur Mädels im Kopf haben, kam er an die Macht und machte sich gleich daran, den Laden einmal so richtig aufzumischen: Er konnte mit den Göttern Jupiter, Mars, Venus und Co nicht mehr viel anfangen; also begründete er eine neue Religionsform, an dessen Spitze er sich in Form des Sonnengottes Sol selbst setzte. Darauf muss man erst mal kommen, Elagabals Berater schienen wohl während seiner gesamten Regierungszeit Urlaub in ihren Villen auf Capri gemacht zu haben. In der Spätantike und in der Neuzeit war Elagabal dann auch Sinnbild für römische Dekadenz und ausschweifendes Leben: Sex, Drugs and Rock ‘n’ Roll, Roman Style.

Platz 2: Trajan (Kaiser von 98 – 117 n. Chr.)
Den Nahttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b2/Traianus_Glyptothek_Munich_72.jpgmen Trajans trug die wahrscheinlich bekannteste römische Stadt Nordrhein-Westfalens: Xanten. Für die Touristenströme in der heutigen Zeit kann sich der Stadtrat der Stadt nahe des Ruhrgebiets herzlichst bedanken. Aber auch sonst war Trajan der Everybody’s Darling der römischen Kaiser: Von der späteren senatorischen Geschichtsschreibung wurde er schlicht als bester Kaiser ever bezeichnet. Und die Liste seiner Taten liest sich auch wirklich hervorragend: Unter ihm hatte das römische Reich seine größte Ausdehnung, er hat sich nach seinem erfolgreichen Feldzug gegen die Daker auf dem heutigen Balkan die weltbekannte Trajanssäule in Rom bauen lassen und auch bei der Eröffnung seiner Trajansthermen hat er nicht mit Brot und Spielen gegeizt. So machte man sich beim Plebs beliebt und verdient sich auch auf einem völlig unbedeutenden, aus Langeweile geschaffen Blog aus dem Jahre 2010 n. Chr. einen zufriedenstellenden zweiten Platz.

Platz 1: Commodus (Kaiser von 180 – 192 n. Chr.)
Und hier nun der verdiente erste Platz: Commodus. Ein völlig verrückter Kerl, dessehttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Commodus_Musei_Capitolini_MC1120.jpgn Lebenslauf neben Unverständnis vorallendingen auch Faszination hervorruft. Denn sind es nicht die verrückten, außergewöhnlichen und durchgedrehten Charaktere, an die man sich am liebsten erinnert? Doch warum war Commodus so verrückt? Kurzum: Er hielt sich für Herkules. Ja, genau DER Herkules. Der größte Held der griechischen Mythologie mit der Keule und dem Löwenfell über dem Kopf. Aus diesem Grund lies sich Commodus in der späteren Phase seiner Regierungszeit auch als Herkules darstellen und trat in völliger Selbstüberschätzung auch als griechischer Held in zahlreichen Gladiatorenkämpfen auf. Seine Zeitgenossen rümpften die Nase, aber trotzdem hat es für ihn für einen Oscar gereicht, als er superb von Joaquin Phoenix im Streifen “Gladiator” aus dem Jahr 1999 dargestellt wurde. Nach seinem Tod fand man ihn wohl nicht mehr so ruhmreich, da man sein Andenken und die Erinnerung an ihn in einer sogenannten “Damnatio Memoriae” auslöschen wollte. Trotzdem, ein verdienter Platz 1! Posthum herzlichen Glückwunsch!

 

Alben: Best of R.E.M. – TOP 5 9. Februar 2010

Einsortiert unter: Alben — Lardt @ 10:21 nachmittags

R.E.M. gehören zu meinen absoluten Lieblingsbands und haben auf meinem Blog bisher noch überhaupt keine Erwähnung gefunden. Damit soll jetzt Schluß sein und sie bekommen nun anhand einer TOP 5 die Würdigung, die sie verdienen. Für mich ist R.E.M. eine sehr wichtige Band, da ihr Album “Reveal” das erste Album war, dass ich kaufte und nicht den Titel “Bravo Hits” trug. Sprich: R.E.M. haben mir die Tür weg vom Mainstream geöffnet und dafür bin ich ihnen nach wie vor sehr, sehr dankbar!
Es war im Jahre 2002 als ich “Reveal” im Hammenser Bertelsmann-Laden kaufte und seitdem für ca. 3 Jahren nichts anderes mehr hörte. Ich habe auch nach wie vor alle CDs, Bücher, DVDs aus dieser Zeit und schaue immer noch gerne beispielsweise ihren grandiosen Auftritt in Wiesbaden aus dem Jahr 2003. Auch wenn die Jungs aus Athens, Georgia ihre Stellung als meine absolute Lieblingsband vor bereits 5 Jahren an die Smashing Pumpkins verloren haben, so gehören sie immer noch zu meinen Lieblingsbands und ich kann ihr neues Album kaum noch erwarten. Daher zur Verkürzung der Wartezeit meine fünf Lieblingsalben:

Platz 5: “Murmur” (1983)http://www.rockmusic.cz/imgs/REM-Murmur-cover.jpg
Meine Liste beginnt mit dem Debutalbum der Band. Es steht quasi im vollkommenen Gegensatz zu den aktuellen R.E.M.-Alben aus den 00er-Jahren: Michael Stipes Stimme ist extrem in den Hintergrund gemischt, seine Texte sind kryptisch und nahezu uninterpretierbar und die Melodien sind bei weitem nicht so poppig. “Murmur” ist von einer wohligen Düsternis getragen und hat wohl die Indie- und Alternativszene der 80er Jahre wie kaum ein anderes Album geprägt; Songs wie “West of the Fields” und “We Walk” gehören heute noch zu meinen Favorites.

Platz 4: “Lifes Rich Pageant” (1986)http://blogs.creativeloafing.com/cribnotes/files/2008/05/lifesrichpcover.jpg
Das Album aus meinem Geburtsjahr hat eine ganz eigene Grundstimmung: Wenn ich “Lifes Rich Pageant” höre denke ich sofort an die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges: Besonders Lieder wie “Swan Swan H” oder “Cuyahoga” sorgen für die grandiose Stimmung auf diesem Album. “Fall on me”, welches von Michael Stipe noch heute als einer seiner Lieblingssongs bezeichnet wird, gibt schon einmal einen Vorgeschmack auf die Melodieseeligkeit der späteren R.E.M.-Phase.

Platz 3: “Reveal” (2001)http://photo.sing365.com/music/picture.nsf/R-E-M-Reveal-Cover/48256C71003578A248256A460001E9D9/$file/reveal.jpg
Wie gesagt, dieses Album hat große musikhistorische Bedeutung für mich. Und auch sonst höre ich dieses Album besonders gerne im Juli oder August, bzw. respektive im tiefsten November, wenn ich mal wieder ein wenig sonnendurchflutete Sommermusik benötige. Auch wenn “Reveal” von einer Fröhlichkeit wie kaum ein anderes R.E.M.-Album durchzogen ist,  sorgen Lieder wie “I’ll Take the Rain” oder “Saturn Return” für die nötige Portion Melancholie.

Platz 2: “New Adventures in Hi-Fi” (1996)http://2.bp.blogspot.com/_fBYsHux00-M/R9fqfCKod3I/AAAAAAAAAwI/xqPk39eZYUs/s320/9%2BNew%2BAdventures%2Bin%2BHi-Fi.jpg
Mein zweiter Platz wurde in der Mitte der 90er veröffentlicht und strahlt für mich wie kaum ein anderes Album diesen Zeitgeist aus. R.E.M. rocken sich hier die Seele aus dem Leib. “NAIH” ist das letzte Album mit dem ehemaligen Drummer Bill Berry und der haut auch wirklich noch einmal so richtig auf die Pauke: “Undertow” rockt hart, “So Fast, So Numb” ist der perfekte Popsong und “Be Mine” ist eines der schönste Liebeslieder überhaupt, obwohl das Wort “Love” nicht ein einziges Mal vorkommt.

Platz 1: “Automatic for the People” (1992)http://nicebaldies.files.wordpress.com/2008/11/rem-automatic_for_the_people-frontal1.jpg?w=116&h=113
Dies ist es, das beste R.E.M. Album ever. Und es ist mit Abstand das schwärzeste, düsterste und traurigste Stück Musik der Band aus Athens. Nicht umsonst war es das letzte Album, das Kurt Cobain vor seinem Selbstmord gehört hatte. Man kann “Automatic for the People” nicht einfach zwischendurch hören, man muss sich Zeit nehmen um die Melancholie, die aber nie depressiv wird, richtig schön genießen zu können. “Drive”, “Try Not To Breathe” und nicht zu letzt “Find the River” sind Songs für die Ewigkeit.

 

Movie: Zombieland vs. Shaun of the Dead 2. Februar 2010

Einsortiert unter: Filme — Lardt @ 8:44 nachmittags

Heute gibt es den ultimativen Shootout: “Zombieland” gegen “Shaun of the Dead”. Für diese beiden Filme wurde das Genre “Zombiekomödie” erst erfunden. Aus diesem Grund liegt es nahe, beide Filme einmal genauer zu betrachten und schlicht und einfach die Frage zu beantworten: Welcher Film ist lustiger?
Die Geschichten der beiden Filme sind eigentlich recht identisch: Der Hauptcharakter (in “Zombieland” ein jugendlicher Nerd, in “Shaun of the Dead” ein 29-jähriger Elektronikmarktverkäufer) steht einer Horde Zombies gegenüber, die sich in den USA respektive Großbritannien wie ein Virus ausgebreitet hat. Mithilfe einiger Nichtinfizierter versucht er der Plage Herr zu werden und ganz nebenbei eine Frau zu erobern (eine gutaussehende Unbekannte vs. die Ex-Freundin).
Eigentlich bin ich kein großartiger Zombiefilmfan. “Night of the Living Dead” und Konsorton habe ich nicht gesehen, aber trotzdem interessierten mich beide Filme: “Zombieland” aufgrund der Hauptdarsteller Jesse Eisenberg (“Adventureland”) und Abigail Breslin (“Signs”), “Shaun of the Dead” aufgrund des allseits bekannten und beliebten britischen Humors. Und als Fazit: Beide Filme lohnen sich!

“Shaun ohttp://scrapetv.com/News/News%20Pages/Health/Images/shaun-of-the-dead.jpgf the Dead” ist britisch durch und durch. Insbesondere Shauns Kumpel Ed (der wahrscheinlich sämtliche Britenklischees in sich vereint, die es gibt) ist für dutzende Lacher gut. Auch sonst ist der Humor durchaus das ein oder andere Mal absurd. So gibt es nur einen einzigen sicheren Ort in ganz London, an den sich Shaun und seine Kumpanen zurückziehen können: Das Winchester, Shauns Stammpub. Dennoch zündet nicht jeder Gag. Highlight für mich war ganz klar der Fernsehbericht am Ende des Films, in dem Coldplay für Opfer der Zombiekatastrophe ankündigen, ein Benefizkonzert zu geben. Einer der besten Cameoauftritte ever.
Die Gagdichte ist dabei jedoch nicht so hoch wie bei dem Gewinner in meinem Shootout: Zombieland. So typisch britisch “Shaun of the Dead” ist, so typisch amerikanisch ist “Zombieland”. Und es fehlen weder der Nerd, der Actiontyp, noch die taffe, gutausehende Frau. Aber alle vier Hauptdarsteller glänzen, genauso wie der gelungene http://www.moviepilot.de/files/images/0221/9647/Zombieland_article.jpgSoundtrack. Auch wenn die Gags manchmal auf Niveau einer Highschoolklamotte sind, so hat “Zombieland” meiner Meinung nach die Nase vorn. Und auch hier gibt es einen grandiosen Cameoauftritt (Achtung, Spoiler!): Nachdem sie nach Beverly Hills fahren, treffen die Hauptfiguren keinen geringeren als Bill Murray, der die Zombieplage überlebt hat.
Fazit: Beide Filme sind empfehlenswert, wobei die amerikanische Zombiekomödie durch eine größere Menge an Gags die Nase etwas weiter vorne an.

Shaun of the Dead (UK, 2004)
Regie: Edgar Wright; Cast: Simon Pegg, Nick Frost, Kate Ashfield
IMDb-Eintrag: http://www.imdb.com/title/tt0365748
Bewertung: 8,0/10

Zombieland (USA, 2009)
Regie: Ruben Fleischer; Cast: Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Emma Stone
IMDb-Eintrag: http://www.imdb.com/title/tt1156398
Bewertung: 8,5/10

 

 
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