Cash Car Star – Music, Movies 'n' More

It all depends on how you look at it; we're either half way to heaven or half way to hell.

Halloween – Die Photos 31. Oktober 2009

Einsortiert unter: Nottingham — Lardt @ 6:02 nachmittags

So, und hier sind ein paar Photos: Ich musste meine Maske allerdings im Laufe des Abends absetzen, da ich sonst der Gefahr eines Erstickungstodes immer näher zu kommen drohte. Vielen Dank auch nochmal an Reyhan für die Photos! :)

 

Halloween

Einsortiert unter: Nottingham — Lardt @ 2:41 nachmittags

Heute ist Halloween. Zumindest in Amerika. Hier in England ist es ähnlich wie in Deutschland: Die meisten Leute sehen Halloween nur als Feiertag erfunden von der Industrie, um noch mehr Geld zu scheffeln. Nichtsdestotrotz gibt es hier schon seit Tagen Halloweenpartys und überall auf den Straßen kann man Leute in Kostümen sehen. So wie auch gestern Abend nach der Uni, als mir auf einmal ein Mann mit einem langen, schwarzen Mantel und einer Sense mitten auf der Straße entgegen kam. Nach dem ersten Schock, fiel mir aber zum Glück wieder ein, dass es ja Halloween ist.
Um von diesem Brauch ein wenig mitzunehmen, stand gestern Abend auch eine Halloween-Kostümparty auf dem Programm. Keine große, offizielle Veranstaltung, eher eine Hausparty in einem Studentenwohnheim. Nach einem langen Unitag, inklusive des Beinahe-Einschlafens in einer Vorlesung (sorry, aber ich interessiere mich nicht für 8.000 Jahre alte Zähne von Gazellen), ging es dann auch schon los. Mein Kostüm war relativ schlicht. Inspiriert durch den Film “Donnie Darko”, kaufte ich mir eine schön billige Skelettmaske und ein Paar Skeletthandschuhe und zog mir die Kapuze meines Kapuzenpullovers über den Kopf – schwupps, und ich war eine gruselige Halloweengestalt.
Dann ging es auch schon zum Raleigh Park, einem Studentenwohnheim in der Nähe des Campus. Nachdem ich mich dort mit ein paar deutschen ERASMUS-Studenten getroffen habe und erkennen musste, dass sie sich ungefähr 10mal so viel Mühe für ihr Kostüm gegeben haben, ging es auch schon in eine andere Studenten-WG, deren Küche beinahe aufgrund der großen Anzahl internationaler Studenten aus allen Nähten zu platzen drohte. Auch hier konnte ich nicht wirklich jemanden mit meinem Kostüm in die Tasche stecken… Trotzdem war es ein sehr, sehr netter Abend mit einigen sehr coolen Bekanntschaften, ekelhaften, englischen Chips und einer Ladung kölscher Karnevalsmusik (um die Nichts-Deutschen ein wenig zu erschrecken – was ja auch Ziel von Halloween sein sollte).

Gut, dass war es auch schon. Photos dieses Abends werden nachgeliefert!

Achja…jetzt möchte ich auch noch das ein oder andere Wort zu einer Herzensangelegenheit loswerden: Wie geil ist bitte Lucas Barrios?!? Vor der Halloweenparty konnte ich die erste Halbzeit von Dortmund-Hertha gucken und was ich da sehen konnte, war abermals extrem bescheiden. Wie kann es sein, dass eine Mannschaft, die letzte Saison Superfußball gespielt hat, diese Saison nur mehr schlecht als recht spielt? Gut, vielleicht liegt es daran, dass ich nicht bei den Spielen im Stadion bin. Aber naja, trotz der Schmach von Osnabrück haben wir ja noch über 20 Spieltage Zeit ein wenig Wiedergutmachung zu betreiben! Aber solange wir Lucas haben, kann eh nix schief gehen! Daher zunächst, anstatt eines Halloweenphotos, das hier:

Die Entscheidung durch den Welttorjäger: In der Nachspielzeit ballert Lucas Barrios seine Dortmunder zum 2:0-Endstand

 

Hockley Hustle 26. Oktober 2009

Einsortiert unter: Nottingham,Veranstaltungen — Lardt @ 6:48 nachmittags

Nach einem entspannten Samstag stand am gestrigen Sonntag schon wieder ein Konzert an. Eher gesagt eine Konzertreihe, der “Hockley Hustle”. Dabei konnte man in insgesamt 22 verschiedenen Pubs, Kneipen, Discos und Cafes Musik verschiedenster Musikrichtungen lauschen und dabei gemütlich das ein oder andere Bierchen trinken. Und genau das taten wir auch.
Los ging es um 17 Uhr nach dem Sehen des Spiels Liverpool – ManU (2:0), welches mit einer furiosen Schlußphase inkl. 8 Minuten Nachspielzeit aufwarten konnte. Dann stiegen wir in ein Taxi und fuhren in den Nottinghamer Stadtteil Hockley, nach dem das Festival, welches in diesem Jahr das vierte Mal stattfand, seinen Namen erhielt. Im Laufe der folgenden 8 Stunden schafften wir es tatsächlich um die 12, 13 “Locations” zu sehen. Und musikalisch hatte mir Jonathan, mein Mitbewohner, nicht zu viel versprochen. Wir sahen Bands und Künstler aus so verschiedenen Musikrichtungen wie Progressive Rock, Folk, Singer/Songwriter, Indie, Punk, Hip Hop, House und Jazz; also auch Genres, denen ich normalerweise nicht allzu positiv zu gewandt bin. Nichtsdestotrotz war die Atmosphäre in den einzelnen Pubs absolute spitzenklasse und einmalig. Es wurde zwar viel getrunken, aber es herrschte eine friedliche und ausgelassene Stimmung unter den (größtenteils!) Indie-Heads. Besonders zugesagt haben mir die Locations “Lee Rosy’s Tea Room”, eine kleine, niedliche Teestube, in der eine sehr coole Singer/Songwriterin eine Akustiksession gab, das “Pit and Pendulum”, eine Edgar Allan Poe-Bar mit Kellnern, die blutverschmierte Schürzen tragen, und einer sehr gruseligen Deko, und das “Brownes”, eine sehr coole Indiekneipe. Am verrücktesten war für mich wahrscheinlich der Freestyle-Rapbattle, den ich live mitverfolgen durfte. Die Rapper würden, soweit ich das als Laie beurteilen kann, Sido, Bushido & Co mit links in die Tasche stecken (Mist, jetzt habe ich Sido gedisst…!). Auch die Jazzbar “Escucha” war wirklich sehr cool: Nur Studenten mit diesen merkwürdigen Franzosenmützen, die wahrscheinlich den ganzen Tag nur über moderne Dichter diskutieren; genauso wie man sich das in einer Studentenstadt vorstellt. Und ich mittendrin…
Um 1 Uhr nahm dann der Abend sein Ende, da ich ja heute um 10 Uhr auch Vorlesung hatte. Nach ca. 8 Stunde Musik und dem ein oder anderen “Lager” war ich dann auch recht müde und schmiss mich auch kurz darauf in mein Bettchen.

Zum Schluß ein paar Impressionen (mal ein paar Photos mehr als sonst):

(von oben nach unten, von links nach rechts): 1. Lee Rosy’s Tea Room, 2. eine instrumentale Indie-Band aus Leeds im “Bodega Social Club” (hab den Namen vergessen), 3. der Garten des “Bodega Social Clubs”, 4. im “Escucha”, 5. im “Brownes”, 6. im “Broadway” (ein kleines Indie-Kino), 7. Frank Ordenewitz, 8. im “Shaws”, 9. Freestyle-Battle im “Muse”

 

Konzert: Editors im Rock City, Nottingham 24. Oktober 2009

Einsortiert unter: Nottingham,Veranstaltungen — Lardt @ 12:01 nachmittags

Gestern war es endlich soweit. Konzert Numero Dos stand auf dem Plan. Die Location war wieder die gleiche wie beim Bat for Lashes-Konzert: Rock City. Doch dieses Mal war die Örtlichkeit ungleich voller: Wo beim Bat for Lashes-Konzert noch einige Lücken klafften, war es bei den Editors (eine meiner absoluten Lieblingsband von der Insel) propenvoll. Es war quasi kein Durchkommen mehr und so musste ich, verschuldet durch die Tatsache, dass ich zu Hause im TV noch die erste Halbzeit von Leverkusen-BVB gucken musste, leicht verspätet eine der Randplätze einnehmen. Die Sicht war aber trotzdem ganz gut. Nach den beiden okayen Supportacts “Wintersleep” aus Kanada und “Airship” aus Manchester ging es auch direkt mit dem Hauptact los. Das Publikum war bunt gemischt: Der Oberstudienrat stand neben dem Kfz-Mechaniker, der Spitzenmanager stand neben der Hausfrau. Anfangs dachte ich noch, ich wäre auf einem Konzert von Pur, aber bereits die ersten Töne der Editors belehrten mich (zum Glück!) eines besseren.
Es ging direkt los mit “An End has a Start”, der ersten Single ihres gleichnamigen, zweiten Albums. Was für eine Atmosphäre, was für eine Show! Weiter ging es dann jedoch mit (zumindest für mich) eher unbekannteren Titeln und vorallendingen mit Songs von ihrem neuen Album “In this Light and on this Evening”. Die Musik war auch weiterhin technisch hochanspruchsvoll, aber (zumindest für mich) zündeten die Melodien bei diesen Songs nicht so, wie bei den Klassikern der Editors. Klar, die Songs müssen sich wahrscheinlich erst entfalten, aber dazu bleibt auf einem Konzert natürlich nicht viel Zeit. Nach einigen weiteren neueren Songs, die weitaus elektronischer sind als die älteren Lieder, war auch schon die Hauptspielzeit vorbei und die Zugabe stand bevor. Es war (zumindest für mich) ein wenig enttäuschend bisher, da fast keine meiner Lieblingssongs gespielt wurden (z.B. “Munich”, “All Sparks”, “The Weight of the World”, “Well Worn Hand”). Klar, eine Band ist keine Musicbox, aber trotzdem hätte ich mich über ein paar meiner Lieblingslieder gefreut.
Doch zum Glück konnte der Encore etwas entschädigen: Neben “Munich” (Yeah!) wurde auch noch die aktuelle Single “Papillon” gespielt, die “ja mal so richtig abgeht”, wie die Jugendlichen von heute sagen würden. Nach ca. anderthalb Stunden war dann alles vorbei und ich war (dann doch) zufrieden. Die Editors sind auch weiterhin eine meiner Lieblingsbands, was sie durch eine eindrucksvolle Live-Show auch nochmals untermauern konnten.
Zum Abschluß gibt es noch ein paar Photos, deren schlechte Qualität aufgrund meines Standplatzes und der mäßigen Lichtverhältnisse zu stande kam.

 

Simpsons – Die 20 besten Folgen, Teil 4 22. Oktober 2009

Einsortiert unter: TV — Lardt @ 1:24 nachmittags

Und hier kommt die Saga nun zum Abschluß. Meine 5 Lieblingsfolgen. Ich denke, dass besonders der erste Platz von einigen nicht nachvollzogen werden kann. Aber besonders die ersten fünf Folgen sind sooo nah beinander, dass sie eigentlich alle fünf auf Platz 1 landen könnten. Doch das geht nun einmal nicht bei einer Liste. Also gut: Bühne frei für die letzten fünf Plätze.

Platz 5: „Homer und Neddie“ (5. Staffel)

Meine TOP-5 beginnt mit einer klassischen Simpsonsfolge, in der nicht nur ein Simpsons-Charakter, sondern einer der zahlreichen Nebencharaktere im Fokus steht: Ned Flanders, der in dieser Episode Homer bester Freund wird. Auf dem Bild links ist bereits einer meiner Lieblingsgags der Episode zu erkennen: Die Szene beim Footballspiel und Homers Nachohut. Wann immer ich im Stadion, im Kino oder auf einem Konzert war, habe ich mich immer umgeschaut, mein ganzes Leben lang. Aber ich habe niemals einen Nachohut gefunden. Mist.
Auch der Rest der Episode ist superlustig: Die Aufeinandertreffen der Familien Simpson und Flanders, Flanders Mordphantasien und allen voran Homers Aufdringlichkeit (Die Szene, in der Homer durch Flanders Hecke marschiert ist einfach weltklasse!).

Lustiger Gag:
Lisa:
Naja, mit Shelbyville ist das so: Bauen sie einen Minimarkt, bauen wir einen größeren Minimarkt. Backen sie die größte Pizza der Welt, brennen wir ihr Rathaus ab.

Platz 4: „Das magische Kindermädchen“ (8. Staffel)

Und hier haben wir die meiner Meinung nach beste Filmparodie der gesamten Serie. Klar, auch die Tatsache, dass ich den Film „Mary Poppins“ schon als Kind geliebt habe, lässt diese Episode soweit oben in meiner Liste erscheinen. Aber auch wegen der überragende Lieder, die ebenfalls die Lieder aus Mary Poppins parodieren, gehört diese Folge zu meinen absoluten Favoriten.
Die Gags sind wieder einmal spitzenklasse und hier wird auch klar, warum die Familie Simpson einfach so beliebt ist: Sie ist alles andere als perfekt. Auch eine Mary Poppins kann die Makel der Familie nicht ausmerzen. Zum Glück, finde ich!

Lustiger Gag:
(Homer zieht an den Haaren einer Bewerberin für die Stelle des Kindermädchens)
Homer: Halt, Moment, Marge. Ich hab den Film Mrs. Doubtfire gesehen. Das ist ein verkleideter Mann!

Platz 3: „Homer an der Uni“ (5. Staffel)

Da Homer, wie sich herausstellt, überhaupt nicht die richtige Ausbildung für einen Beruf im Kernkraftwerk hat, muss er noch einmal auf die Uni gehen. Und hier ist Homer natürlich völlig fehl am Platz.
Als ich damals 2007 das erste Mal an der Uni Münster war, um mein Archäologie-Studium anzufangen, habe ich mir das Unileben in etwa so wie in dieser Episode vorgestellt. Allenvoran Homers Einteilung der Studenten in Streber und Sportler hatte mich nervös gemacht, da ich hoffte, hoffentlich zu den Sportlern gezählt werden zu können. Doch jetzt, nach über zwei Jahren kann ich sagen: Homer, die Uni ist doch ein wenig anders.
Achja, in dieser Folge gibt es zudem den absolut klassichen Simpsonsgag: Anstatt an einer freiwilligen Lernübung eines Professors teilzunehmen, rennt Homer aus dem Vorlesungssaal und man sieht ihn durch ein Fenster, wie er ein Eichhörnchen jagt. Haha!

Lustiger Gag:
Dekan: Homer, keiner gibt ihnen die Schuld an dem Unfall. Aber wir finden das zusätzlicher Nachhilfeunterricht besser für Sie wäre.
Homer: Ja, die erste Runde geht an Sie, Dekan! Aber unser Kampf ist noch nicht vorbei.
(Homer geht aus dem Raum, das Telefon des Dekans klingelt)
Stimme am Telefon: Hallo, Dekan. Sie sind ein absoluter Dummkopf.
Dekan: (sieht Homer draußen am Fenster telefonieren): Homer, sind sie das?
Homer: Nein!?

Platz 2: „Homer auf Tournee“ (7.Staffel)

Als Homer das Hullabalooza-Rockfestival in Springfield besucht, wird er versehentlich von einer Kanonenkugel in den Bauch getroffen. Da er unverletzt bleibt, wittert der Organisator des Festivals großes Geld und stellt Homer in seiner Freak-Show an. So zieht er durchs Land und trifft einige bekannte Rockstars der 90er-Jahre.
Ok, diese Folge ist so weit oben in meiner Liste wegen des Gastauftritts der Smashing Pumpkins, ich gebe es ja zu. Aber auch der Rest der Episode ist spitzenklasse. Besoders der Anfang, als Homer entdeckt, dass er musiktechnisch mit der heutigen Jugend nicht mehr mithalten kann und seine Erlebnisse auf dem Hullabalooza-Festival, wo er sich einen Rastafarian Hut kauft und stolz über das Gelände marschiert, sind superlustig. Auch die Musik dieser Episode ist wirklich cool und meiner Meinung nach gibt es kaum eine Simpsonsfolge, die den “Spirit” und den Geist der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts so perfekt widerspiegelt, wie diese hier.

Lustiger Gag:
Leiter der Freak-Show:
Homer, nichts ist für mich wichtiger als die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Freaks…! Du gehst sofort zum Tierarzt!

Platz 1: „Die Fahrt zur Hölle“ (5. Staffel)

Eine Halloween-Episode auf Platz Eins??? Das kann ja wohl nicht wahr sein! Doch, und ob! Ich weiß noch, die erste Simpsonsfolge, die ich jemals gesehen habe, war die allererste Halloween-Episode “Horror frei Haus”. Diese Folge ist bei weitem nicht so lustig wie “Die Fahrt zur Hölle”, aber diese Folge hat mich geprägt, zumindest was die Halloween-Episoden angeht. Ich war damals im Kindergarten und hab die Szene noch im Kopf, in der Bart Lisa einen abgeschnittenen Finger zeigt. Damals, ich muss so fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein, hatte ich extrem Angst. Und auch “Die Fahrt zur Hölle” ist wirklich sehr düster und gruselig.
Klar, dass auch hier die Gags stimmen und die Charaktere genauso sind, wie wir Simpsonsfans sie lieben. Aber besonders die drei einzelnen Stories, zwei von ihnen Parodien, sind einfach nur stimmungsvoll. Ich denke mittlerweile ist der Dracula des Mr. Burns weitaus bekannter, als der Dracula von Gary Oldman, auf den ja in dieser Folge angespielt wird.
Alles in allem, meine Lieblingsfolge. Auch wenn der Abstand zu den anderen Folgen nur minimal ist, so wird sich daran glaube ich niemals etwas ändern.

Lustiger Gag:
Lisa:
“Daaad. Bart ist ein Vampir!”
Mr. Burns:
“Aber Bart ist doch hier.”
Bart:
“Hallo Mutter, hallo Vater. Ihr habt mir gefehlt während meiner ereignislosen Abwesenheit.”
Homer:
“Ach Lisa, du immer mit deinen Geschichten: Bart sei ein Vampir, Bier zerstöre Gehirnzellen! Fahren wir lieber wieder zurück … in dieses Gebäude … ähm, dingsda. Wo die Betten und der Fernseher stehen.”

 

Simpsons – Die 20 besten Folgen, Teil 3 20. Oktober 2009

Einsortiert unter: TV — Lardt @ 3:47 nachmittags

So…nun folgen die Plätze 10 bis 6, die Top 10 hat also begonnen. Wie bereits gesagt, sind die Unterschiede der Qualität der einzelnen Folgen so gering, dass eigentlich alle relativ gleichauf sind. Es sind nur Nuancen, die die eine Folge vor der anderen landen lassen. Los gehts.

Platz 10: “Vergiss-Marge-Nicht” (19. Staffel)

Diese Folge ist die mit Abstand aktuellste in meiner Liste. Sie ist meiner Meinung nach auch mit Abstand die lustigste, nachdenklichste, einfach beste Folge der neueren Episoden. In einer Parodie auf “Vergiss-mein-nicht” mit Jim Carey und Kate Winslet kommt Homer eines Morgens nach Hause und findet seine Familie nicht vor. Da er am Abend viel getrunken hat, kann er sich an nichts mehr erinnern und versucht herauszufinden, was sich am gestrigen Abend zugetragen hat. Ein Haufen guter Anspielungen, lustige und auch ernsthafte Momente und besonders die Sequenz, in der Homer sein Leben vor seinem inneren Auge vorbei ziehen sieht, gehört mit zu dem besten der Serie.

Lustiger Gag:
Homer:
Juhuu! Das ist wie Weihnachten im Dezember!

Platz 9: “Die sich im Dreck wälzen” (9. Staffel)

http://4.bp.blogspot.com/_QIm-BnwnBNE/SZRFZ036V9I/AAAAAAAAASA/PR2RGHo33Nc/s320/Trashofthetitanstruck.pngHomer ist der neue Müllbeseitigungsreferent von Springfield, nachdem sich das Müllentsorgungsamt weigerte, bei den Simpsons Müll abzuholen und er sich daraufhin erfolgreich selbst zur Wahl des Referenten stellte.
Ein lustiger Song und tausend lustige Gags. Die Geschichte zu Beginn der Episode, wo sich der Müll um das Haus der Simpsons sammelt, ist wirklich urkomisch. Auch der Gastauftritt von U2 ist absolut gelungen. Ich liebe die Szene, wo Homer bei einem U2-Konzert auf die Bühne platzt und für sich als neuer Müllbeseitigungsreferent Werbung macht. Daraufhin sieht man dann auf einem großen Bildschirm über der Bühne, wie Homer zu dem U2-Song “Pride (In the Name of Love)” von den Securityleuten verprügelt wird.

Lustiger Gag:
Marge:
Diese verrückte Alte, die in unserem Müllhaufen wohnt, hat mich schon wieder angegriffen.
Homer:
Sie erzählt ‘ne ganz andere Version!

Platz 8: “Im Schatten des Genies” (10. Staffel)

http://homerize.com/_framegrabs/5F21/fg_238.jpgHomer hat in dieser Episode ein ganz großes Vorbild: Den Erfinder Thomas Edison. Er versucht es ihm nachzumachen und erfindet viele verschiedene Dinge, die jedoch keinen großen Erfolg auf dem Markt versprechen. Als er dann einen Stuhl mit sechs Beinen erfindet und sieht, dass Edison diesen bereits vor 100 Jahren erfunden hat, fährt er mit Bart ins Edison-Museum und möchte sich rächen…
Eine wirklich klasse Episode mit lustigen Konversationen und einem Homer, der sich wieder einmal für eine völlig durchgedrehte Idee begeistern kann und diese auch mehr oder weniger erfoglreich verfolgt.

Lustiger Gag:
Homer:
Marge, ich hab meine Stellung aufgegeben, wie du gesagt hast.
Marge: Augenblick mal, kein Wort hab ich davon gesagt.
Homer: Selbstverständlich. Ich erinner mich noch an den genauen Wortlaut. Du sagtest, ich solle kündigen und Erfinder werden, sonst würdest du das Haus abfackeln.

Platz 7: “Die Akte Springfield” (8.Staffel)

Eine meiner absoluten Lieblingsfolgen und wieder einmal eine in der alles übersinnlich ist! Homer verirrt sich nach einer durchzechten Nacht im Wald und begegnet einem grünlich schimmernden Wesen. Er hält es für einen Außerirdischen. Die Stadt ist in Aufruhe und kurz darauf kommen auch schon Agent Scully und Agent Mulder vom FBI nach Springfield.
Eine der besten Parodiefolgen und meiner Meinung nach findet sich in der “Akte Springfield” auch der beste Auftritt von prominenten Gastsprechern in der gesamten Serie. Wer Akte X schon immer gerne gesehen hat, der wird die Folge auch zu den besten ever zählen.

Lustiger Gag:
Scully:
Homer, wiederholen Sie nochmal, was Sie an dem Abend gemacht haben, als Sie den Außerirdischen gesehen haben.
Homer:
Nun, der Abend begann im Gentlemen’s Club, wo wir über Wittgenstein diskutiert haben, bei einer kleinen Partie Backgammon.
Scully:
Mr Simpson, es ist verboten das FBI zu belügen.
Homer:
Na gut, wir saßen in Barneys Wagen und haben Senftüten ausgelutscht, zufrieden?

Platz 6: “Die Geschichte der zwei Springfields” (12. Staffel)

Damit wären die Plätze 10 bis 6 auch schon wieder geschafft. Den Blogeintrag beende ich mit einer absolut klassisch-verrückten Simpsonsfolge: Nachdem die Stadt Springfield in zwei Teile eingeteilgt wurde und jeder Teil eine eigene Telefonvorwahl bekommen hat, beschließen die Bewohner die Stadt in Neu- und Altspringfield einzuteilen und dazwischen eine riesige Mauer zu bauen. Homer wird der Bürgermeister von Neuspringfield.
Viele sehr gute Gags, eine lustige, kritische Geschichte und eine klasse Szene, wo The Who auf der Mauer von Springfield auftreten und die Stadt so wieder vereinen. Ganz genauso wie damals in Berlin.

Lustiger Gag:
Skinner:
Wir haben den besseren Stadtvogel!
Homer:
Achja? Welchen denn?
Skinner:
Die Blaumeise.
Homer: Verdammt!

 

Simpsons – Die 20 besten Folgen, Teil 2 18. Oktober 2009

Einsortiert unter: TV — Lardt @ 1:22 nachmittags

Und heute geht es weiter mit den Plätzen 16 bis 11. Wie gesagt, diese Liste ist einfach nur aus Langeweile entstanden. Im Prinzip kann sich die Reihenfolge 10 Minuten nach Beendigung des Artikels schon wieder geändert haben. Also: Die Simpsons – Eine Momentaufnahme.

Platz 15: “Bösartige Spiele” (4. Staffel)

Die Halloweenepisoden. Eigentlich eine eigene Liste für sich. Ich liebe eigentlich fast alle, aber diese hier gehört zu meinen Lieblingsfolgen ever. Die drei Geschichten um eine mordlustige Krustypuppe, King Kong und Zombies in Springfield sind durch und durch lustig und jede für sich eine perfekte Parodie auf ein filmisches Vorbild. Besonders die Coolness Homers in der letzten Geschichte, als er Zombie-Flanders erschießt, gehört mit zu den besten Gags der gesamten Serie.
Klar, Halloweenfolgen sind Geschmackssache. Aber ich denke, die ein oder andere Halloweenfolge wird in meinem Ranking noch für eine Überraschung sorgen. Zumindest für die beiden Leuten, die das hier lesen.

Lustiger Gag:
Bart: Von A wie Affe bis Z wie Zebra enthält das erste Klappbildbuch für Babys 26 Seiten alphabetischer Abenteuer.
Mrs. Krabappel: Bart, willst du damit sagen, du hast ein Buch gelesen, das für Vorschüler bestimmt ist?
Bart: Nein, nur zum Teil.

Platz 14: “Gott gegen Lisa Simpson” (17. Staffel)

Wieder eine folge aus der neueren Simpsonszeit. Und wieder eine Folge mit vielen Seitenhieben gegen die Kirche. In diesem Fall geht es um den Konflikt zwischen Darwinismus und Kreationismus, sprich die “Die Entstehung der Arten” vs. Schöpfung des Menschen durch Gott. Hier geben sich die Gags nur so die Klinke in die Hand: Der Besuch des Waffenmuseums, das Schulvideo zum Thema Schöpfung, der Gerichtsprozess am Ende der Folge, etc. Wieder einmal eine sehr gute Episode aus den neueren Staffeln. Ein Beweis dafür, dass man die Simpsons noch lange nicht aufgeben sollte.

Lustiger Gag:
Lisa:
Es wird Zeit, dass wieder nur eine Theorie gelehrt wird!
Barney:
Die Schwester von Homers Sohn hat recht!

Platz 13: “Der Tag der Abrechnung” (9. Staffel)

Und wieder eine Folge, in der der Untergang der Welt kurz bevor steht. Bei einer archäologischen Ausgrabung finden die Schüler der Grundschule ein merkwürdiges Skelett, welches aussieht, wie das eines Engels. Schon bald entsteht ein Wahn in Springfield und jeder glaubt, dass der Engel das Ende der Welt ankündigt.
Die Endzeitatmosphäre dieser Episode ist fast schon spürbar. Die Folge beschreibt perfekt, was passiert, wenn sich eine Masse von Menschen in einen Wahn steigert. Und die Auflösung der Folge gehört ebenfalls zum besten, was es in der Serie je zu sehen gab.

Lustiger Gag:
Lisa (bei Smartline im TV): Wenn man an Engel glaubt, dann kann man auch gleich an Einhörner, Seeungeheur und Kobolde glauben.
Kent Brockman: Jetzt redest du aber ne Menge Unsinn, Lisa. Jeder weiß, dass Kobolde ausgestorben sind!

Platz 12: “Das verlockende Angebot” (8.Staffel)

Eine absolut herrausragende Folge. Die Simpsonsfamilie zieht in eine andere Stadt, da Homer dort eine besser bezahlte Anstellung bekommen hat. Doch es stellt sich heraus, dass Homers Chef nicht der ist nette Mann von nebenan ist, als der er sich darstellt…
Wieder enthält die Folge einige gelungene Parodien. Besonders hervorzuheben ist die James Bond-Parodie auf den Film “Goldfinger”. Auch sonst sind die Gags wirklich hervorragend: Marges Langeweile im neuen Haus, Homers Karriereaufstieg in der neuen Firma und und und.  Auch das Lied im Abspann in bester James Bond-Manier ist wirklich sehr lustig.

Lustiger Gag:
Marge:
Wir können hier nicht wegziehen. Hier wohnt Barts Anwalt.

Platz 11: “Homer, der Auserwählte” (6. Staffel)

Zum Abschluß der Plätze 16-11 folgt wieder einmal eine absolut klassische Simpsonsfolge, die in Listen von anderen Simpsonsfreaks wahrscheinlich viel höher erscheinen wird. Doch bei mir sind es nur Nuancen, die den Unterschied ausmachen. Trotz des 11.Platzes, kann ich ohne Probleme sagen, dass diese Folge um Homers Eintritt in eine geheime Bruderschaft zum besten Gehört, was das Fernsehen zu bieten hat.
Nicht nur das großartige Trinklied “We do”, welches die Steinmetze auf einem ihrer Gelage zum Besten geben, sondern auch Homers Bürde, der Auserwählte zu sein, sind einfach urkomisch. Ich kann diese Folge tausendmal sehen und sie wird nicht langweilig.

Lustiger Gag:
Homer: Und bei diesem heiligem Pergament schwöre ich, wenn ich die Geheimnisse der Steinmetze verrate, möge mein Magen sich aufblähen und es sollen mit sämtliche Haare vom Kopf fallen, bis auf drei.
Moe:
Ich finde, er sollte einen anderen Eid schwören.

 

Simpsons – Die 20 besten Folgen, Teil 1 16. Oktober 2009

Einsortiert unter: TV — Lardt @ 12:22 nachmittags

So…da ich gestern den gesamten Tag frei hatte und alle Hausaufgaben soweit erledigt sind, möchte ich nun etwas sehr Nerdiges machen. Ich habe gestern eine Liste meiner 20 Lieblingsfolgen der Simpsons erstellt. Klar, das hat absolut nichts mit Nottingham zu tun, aber ursprünglich habe ich diesen Blog auch erstellt um CDs, Filme, Fernsehsendungen, etc. zu bewerten. Und in diese Reihe passt diese Liste doch perfekt. Ich werde nun als erstes die Plätze 20 bis 16 veröffentlichen und dann wahrscheinlich in unregelmäßgen Abständen die weiteren Plätze. Ich weiß, dies mache ich eigentlich nur zu meinem eigenen Vergnügen. Aber das macht wenigstens Spaß. Und wer es nicht lesen will, wartet einfach auf den nächsten Nottingham-Eintrag. ;)

Platz 20: “Das jüngste Gericht” (16. Staffel)

Dies ist eine sehr gute, der zuletzt sehr schwächelnden, aktuelleren Staffeln. Eine typische „Homer hat eine schwachsinnige Idee“-Folge mit einem Haufen klasse Gags. Homer sieht einen Kinofilm über den Weltuntergang und denkt, dass dieser auch in Springfield kurz bevorsteht. Daher warnt er seine Mitbürger, jedoch glaubt ihm keiner. Schließlich fährt er alleine in den Himmel auf und hat eine wirklich witzige Begegnungen mit Gott und Jesus. „Das jüngste Gericht“ ist eine wirklich sehr empfehlenswerte Episode, besonders da meiner Meinung nach die leicht übersinnlich angehauchten Simpsons-Folgen immer zu den besten zählen

Lustiger Gag:
(Homer zu Lisa auf dem Springfield – Tafelberg, nachdem fast alle gegangen sind)
Homer: Aber du glaubst doch noch an mich, oder, Lisa?
Lisa: Dad, wenn du dich erinnerst, ich habe nie an dich geglaubt, nicht eine Sekunde lang.
Homer: Ja, das ist meine Tochter.

Plart 19: “In den Fängen einer Sekte” (9. Staffel)

In dieser Folge treten Homer und seine Familie in eine Untergrundgemeinde ein, die Fortschrittarier. Ganz Springfield befindet sich in den Fängen dieser Sekte, die daran glaubt, dass bald ein UFO kommen wird und die Anhänger des Führers auf den Heimatplaneten Blisstonia bringen wird.
Die ganze Geschichte ist voller gelungener Gags und mit etlichen Seitenhieben gegen die Kirche gespickt. Besonders die Arbeit der Sekte, Homers Willen zu brechen, ist ein humoristisches Feuerwerk.

Lustiger Gag:
Marge: Und wenn die uns zu irgendwas überreden wollen?
Homer: Ach Marge, Marge. Weißt du noch wie diese reizenden Leutchen damals versucht haben, mir eine Teilzeitferienwohnung verkaufen?
Marge: Du hast gleich vier gekauft. Zum Glück ist der Scheck geplatzt.
Homer: So schlägt man das System!
Lisa: Pass bloß auf, Dad. Du bist anfällig für solche Sachen!
Homer: Ja du hast recht. Ich bin ein leicht beeinflussbarer Typ.

Platz 18: “Homer einmal ganz woanders” (13. Staffel)

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Nach einer Vogelattacke leidet Homer an starken Augenschmerzen. Dr. Hibbert verschreibt ihm Haschisch zur Linderung seiner Schmerzen. Ab nun darf Homer – völlig legal – auf einem Drogentrip durch Springfield laufen. Was sich für Homer erst wie ein Traum anhört, entwickelt sich später, wie eigentlich immer in der Serie, zu einem Alptraum.
Auch wenn vielleicht einige Drogenszenen etwas zu plump gestaltet sind, so ist diese Folge doch einfach nur superlustig und eine Moral fehlt natürlich auch nicht. Warum können nicht alle Episoden ab der 11.Staffel so oder so ähnlich sein?

Lustiger Gag:
Homer: Aber Marge, es ändert doch gar nichts daran wenn ich Drogen nehme… Was, wir haben eine Küche???

Platz 17: “Angst essen Seele auf” (17.Staffel)

Bei dieser Folge handelt es sich um eine fast schon klassische Simpsonsfolge aus neuerer Zeit (aus dem Jahre 2005, um genauer zu sein). Der Springfielder Friedhof wird verlegt – ausgerechnet direkt neben das Haus der Simpsons. Voller Angst leidet Lisa an Schlaflosgkeit. Sie glaubt, dass sie die Angst nur besiegen kann, wenn sie eine Nacht auf dem Friedhof verbringt.
Eine der besten Lisa-Folgen, meiner Meinung nach. Sehr atmosphärisch und düster, fast schon wie eine Halloweenfolge. Auch die Gags kommen nicht kurz. Die Geschichte um das Briefmarkenmuseum ist wirklich sehr lustig.

Lustiger Gag:
Homer:
Und was hat Ohren, kann aber nicht hören?
Lisa:
Grampa!
Homer:
Traurig, aber wahr!

Platz 16: “Homer, der Weltraumheld” (5. Staffel)

Ich denke, wenn andere Leuten eine Liste erstellen, so ist diese Episode wahrscheinlich mindestens in den TOP 10. Das kann ich absolut nachvollziehen. Die Folge aus der “klassischen” Zeit der Simpsons (Mitte der 90er) um Homers Trip ins All und all die lustigen Anspielungen auf das amerikanische Raumfahrtprogramm gehören mit zu dem besten, was diese Serie zu bieten hat. Jedoch sagt mir mein persönlicher Geschmack, dass ich andere Folgen einfach ein kleines bisschen lieber mag und sie deswegen einen minimal kleinen Hauch weiter vorne in der Liste platziert habe. Nichtsdestotrotz erkenne ich objektiv an, dass diese Folge ein absolutes Highlight der Fernsehgeschichte darstellt.

Lustiger Gag:
Homer: Die einzig unberechenbare Gefahr besteht darin, dass man uns auf den Planeten der Affen schickt… Augenblick mal… die Freiheitsstatue… das war doch unser Planet! Ihr, ihr Wahnsinnigen! Ihr habt ihn in die Luft gejagt. Seid verflucht! Fahrt auf dem schnellsten Weg zur Hölle!

 

Laus Borshuhlzi 15. Oktober 2009

Einsortiert unter: Nottingham — Lardt @ 1:40 nachmittags

So…das Bat for Lashes-Konzert ist mittlerweile verarbeitet und der Alltag hat mich wieder. Je mehr der Alltag einsetzt, desto weniger gibt es nennenswerte Ereignisse. Ich finde, dass ist auch kein ganz so schlechtes Zeichen. Jedoch passierte mir in dem Seminar zu den Goten, Hunnen und Avaren eine lustige, kleine Anekdote.
Der Dozent war gerade dabei, den gesamten Kurs (so ca. 50 Leute) in fünf verschiedene Gruppen einzuteilen. Diese sollten dann je ein Thema bearbeiten und es in einem 15 minütigen Vortrag vorstellen. Das Entsetzen des Kurses war groß: “15 Minuten? So lange??? 10 Leute in einer Gruppe und dann noch 15 Minuten Vortrag? Hat der Dozent sie noch alle?” Genau so entsetzt war ich auch, jedoch eher über die Reaktion der anderen Studenten. In Münster ist man mal froh, wenn ein Referat, das man alleine halten muss, nur 15 Minuten dauern soll. Und davon gibts dann in einem Semester immer so mindestens drei Stück. Gut, darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus.
Der Dozent liest nun die Gruppen vor und sagt die Namen der Teilnehmer einer jeden Gruppe. Und nach kurzer Zeit kam er auch schon zu meinem Namen. Ich hieß dann auf einmal etwas anders und auch die Nachfrage des Dozenten war eher etwas ungünstig, als lustig: “The next one is Laus Borshuhlzi. Is this even a name?” Ich meldete mich und sagte, dass es durchaus ein Name sei und er in Deutschland gar nicht so verrückt klingen würde. Nach der Erwähnung des Wortes Deutschland herrschte auf einmal wieder Stille im Vorlesungsraum. Warum, weiß ich auch nicht.

In einer anderen Vorlesung behandelten wir den Lycurgus-Becher, einen aus römischer Zeit aus dem Rheinland stammenden gläsernen Trinkbecher mit der Darstellung des mythischen Königs Lycurgus. Das Thema war also “Glas”. Was sich zunächst anhörte, wie ein spannendes Thema aus einer Themennacht bei Domian, stellte sich nachher doch als komplizierte chemische Aufdröselung der Zusammenstellung verschiedenster Glassorten dar. Um ein Mal Homer Simpson zu zitieren: “Laaaaaangweilig.”

Naja…gestern habe ich dann noch lecker gekocht. Es gab Reis mit Karotten, Putenbrust und Sojasauce. Und das ganze sah dann in etwa so aus (Die Farbe des Essens ist etwas sehr bräunlich, das liegt aber nur daran, dass ich momentan süchtig nach Sojasauce bin):

Wohl bekomm’s!

 

Konzert: Bat for Lashes im Rock City, Nottingham 13. Oktober 2009

Einsortiert unter: Nottingham,Veranstaltungen — Lardt @ 4:40 nachmittags

Gestern war es endlich soweit. Nach langem Warten stand endlich das Konzert von Bat for Lashes auf dem Programm. Wie man sich in meinem vorherigen Blogeintrag überzeugen kann, ist die Musik sehr anders. Eine Mischung aus Alternativ-Rock, Elektronikgefrickel und Hippie- und Orientmelodien. Aus genau diesen Gründen gehört die Band um Natasha Khan auch zu meinen absoluten Favorites.
Einlaß war um 19.30 Uhr. Wie es sich für coole Leute gehört, kommt man natürlich nicht direkt am Anfang, sondern etwas später. Man ist ja immer busy. Und genauso taten Jonathan, mein Roommate und ich, es auch. Die Location, das Rock City, ist ein absoluter Indie-Szenetreff und hat eine herausragende Stellung in der Musikszene Nottinghams inne. Neben Bat for Lashes werden dort in diesem Jahr auch noch solch illustre Band wie Funeral for a Friend, Bloc Party, Slayer oder die Babyshambles auftreten. Die Location an sich war wirklich sehr cool. Zig Tresen zum Bierholen, eine Bühne vollgestellt mit den verrücktesten Instrumenten und ein eine riesige Empore, auf die man sich stellen konnte, um einen besseren Überblick zu gewinnen. Das Konzert besuchten ungefähr so viele Zuschauer wie ein Heimspiel von Rot-Weiß Ahlen.
Die Vorband, die Yeasayers aus New York, waren mir persönlich etwas zu alternativ. Nur Drums in verschiedensten Variationen, Synthies und eine quiekende Gesangsstimme. Nicht übel, aber nicht Weltklasse. Um 21 Uhr ging es dann endlich mit dem Hauptact los: Natasha Khan betrat mit drei weiteren Musikern die Bühne und der Jubel war groß. Bereits der Eröffnungssong “Glass” von ihrem aktuellen Album “Two Suns” wußte zu überzeugen. Mit welcher Energie die Sängerin, die pakistanische Wurzeln hat, über die Bühne wirbelte war echt ansteckend. Und so fluoreszierte das Set zwischen beschwingten Dance-Nummern (“Daniel”), Ohrwürmern (“What’s a Girl to do”) und nachdenklichen Klaviertönen (“Tahiti”). Nach ca. 1 Stunde und 15 Minuten war das Konzert auch wieder vorbei und ich war glücklich. Ich denke, wenn Natasha Khan das nächste Mal auf Tour geht, bin ich wieder dabei. Und wenn es das nächste Mal “nur” Bielefeld oder Dortmund sein sollte, auch egal!

Hier mal ein paar Impressionen:

(von oben nach unten, von links nach rechts): 1.Eingang des Rock City, 2.Die Stage, 3-6.: Natasha am performen.

Nach dem Konzert machten wir uns wieder auf den Rückweg. Und wen sahen wir da am Tourbus stehen? Keine geringere als Natasha Khan! Sie hatte es sich dort in einem Schaukelstuhl gemütlich gemacht. Wir gingen zu ihr hin und warfen ihr ein nettes “Hömma, wat macht die Kunst?” entgegen. Von meiner Freundlichkeit beeindruckt, lud sie uns zu einer Runde Doppelkopf in ihren Tourbus ein. Die erste Runde ging an einen der Roadies. Nach einer halben Stunde sagte sie auf einmal, dass wir gehen müssten, da sie noch ein paar Scherenschnitte anzufertigen habe. Mit einer Träne im Knopfloch verabschiedete ich mich von Natasha. Ich werde sie immer in Erinnerung behalten. Achja… dies geschah alles nur in meiner Phantasie.

 

 
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